Interessante Analyse des EF 4 vom 3. März 2012 Indiana/Kentucky

      Hallo Uwe,

      heftige Bilder, aber auch interessant hinsichtlich Schadensanalyse. Ich habe mir schon einige Bilder angsehen und den Text überflogen. Wenn ich mehr Zeit habe, schau ich mir das noch genauer an. Jedenfalls vielen Dank für den Link.
      Ich habe jedoch schon vorab mal ein paar Fragen zu den beiden folgenden Fotos: crh.noaa.gov/Image/lmk/mar2_20…lark_ron/IMG_0360_med.jpg und crh.noaa.gov/Image/lmk/mar2_20…lark_ron/IMG_0361_med.jpg
      Wie kommen die Teile unter die Bremsschwellen? Dass die Aluprofile einfach nur drunter gerammt wurden, reicht mir als einzige Erklärung nicht ganz aus, weil sie ja nicht komplett flach sind. Bei dem einem Teil (erster Link) scheinen auch beide Enden nicht "platt gedrückt"; sondern nur die Mitte, wo es eingeklemmt und nochmal umgebogen ist. Ist es möglich, dass Sogwirkung die Bremsschwellen quasi hochzieht, sodass ausreichend Platz (ein paar Zentimeter) darunter ist? Und wie viel Kraft müsste man dafür aufwenden? Ich habe ja leider keine Ahnung wie flexibel die Bremsschwellen sind usw.

      Viele Grüße! Maik
      Hallo Maik,

      genau auf diese Fotos habe ich auch sofort reagiert. Zwei Dumme ein Gedanke...

      Bremsschwellen werden allgemein mit Spezialkleber auf dem Asphalt befestigt. Selbiger geht einen stabilen Verbund mit der darunterliegenden Schicht ein, so dass Autos keine erkennbaren Veränderungen beim Überfahren hinterlassen. Extreme Sogkräfte heben nicht nur Bremsschwellen an. Hier ein Beispiel, wie ein F5-Tornado den Asphalt wegfräste:

      k5kj.net/jer38.JPG

      Das geschah am 27. Mai 1997 in Jarrell. Dier Sogkräfte waren so unvorstellbar stark, dass sich Stahlträger wie Gummi bogen und Haustiere regelrecht enthäutet wurden. Nicht schön aber hinreichend für Deine Anfrage hoffentlich:

      k5kj.net/jarrell.htm

      Gruss

      Uwe
      SGLADSCHGLEI!
      Nachtrag:

      Der Jarrell Tornado stellt ein Kuriosum in der Wettergeschichte derartiger Ereignisse dar. Die Zugrichtung war Nordost- Südwest, während das eigentliche Unwettersystem entgegengerichtet kursierte:

      spc.noaa.gov/coolimg/jarrell/animjrls.htm

      Auch lag die Zuggeschwindigkeit weit unter den bekannten Gewittersystemen. Dadurch "fräste" dieser Tornado alles schön langsam in die F5-Mühle, so dass einige Schadensbilder fast einem Atomschlag gleichen. Ich hatte mal was im TV aufgenommen. Hiess: " Kronzuckers Welten". Dort gab es Originalaufnahmen und Zeugenaussagen


      Das steckt irgendwo in der FP meines abgelegten Rechenknechtes, welche sich mit der neuen SATA nicht verträgt.


      Wikihilflos:

      de.wikipedia.org/wiki/Jarrell-Tornado

      Gruss

      Uwe
      SGLADSCHGLEI!
      Hallo Uwe,

      danke für die Hinweise. Den Jarrell-Tornado werde ich mir demnächst nochmal hinsichtlich Wetterlage usw. anschauen. Es ist schon eine Weile her und inzwischen hab ich auch wieder einiges dazu gelernt, daher guck ich mir das nochmal an.
      Zu den Asphalt-Schäden habe ich mir auch schon des öfteren Gedanken gemacht. Viele Thesen im Kopf, wie so etwas möglich ist, jedoch bin ich zu keiner eindeutigen Antwort gekommen. Das wurde übrigens auch mal im Skywarn-Forum angesprochen: skywarn.de/forum/viewtopic.php?f=54&t=8688

      Viele Grüße! Maik